Vorwort für die Festschrift zum zehnjährigen Jubiläum der Internationalen Junior­ScienceOlympiade

Als jüngster Spross der Internationalen Facholympiaden des Leibniz-Instituts in Kiel wurde 2008 die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) ins Leben gerufen. In diesem Jahr feiert der Auswahlwettbewerb seinen 10. Geburtstag und man darf mit Fug und Recht sagen: Die IJSO hat sich prächtig entwickelt. Lag die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anfänglich bei einigen hundert, so versuchen sich mittlerweile mehr als 4000 Kinder und Jugendliche jährlich in der ersten Runde an kniffligen naturwissenschaftlichen Aufgaben. Damit ist die IJSO unangefochten der teilnehmerstärkste Wettbewerb unter den ScienceOlympiaden.

Das Besondere an dem Wettbewerb ist, dass er drei naturwissenschaftliche Schulfächer gleichermaßen anspricht: Biologie, Chemie und Physik. Die Einstiegsschwelle ist niedrig. So gelingt es dem Wettbewerb, experimentierfreudige helle Köpfe im Alter von 9 bis 15 Jahre früh und auch nachhaltig für die Naturwissenschaften zu begeistern. Dies zeigt sich besonders daran, dass sich überdurchschnittlich viele Wettbewerbsteilnehmende, sobald sie 16 werden, nahtlos in einer oder sogar mehreren Facholympiaden engagieren und auch internationale Erfolge feiern.

Die Lehrkräfte können den Wettbewerb in den Klassenraum holen und damit Kinder auf neue Art und Weise für Naturwissenschaften begeistern. Nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch im Physiksaal winken plötzlich Medaillen. Die Olympiade bewirkt dadurch beides: Sie inspiriert in der Breite und fördert Spitzenleistungen.

Ich gratuliere allen Beteiligten zum zehnjährigen Jubiläum und wünsche weiterhin viel Erfolg. Auf dass der Wettbewerb auch im Teenageralter seinem Motto „Jung und forsch“ treu bleibt und auch in Zukunft, Neugierde und Begeisterung für die Naturwissenschaften bei Kindern und Jugendlichen entfacht.

Anja Karliczek MdB
Bundesministerin für Bildung und Forschung