IJSO Deutschland vom

Digitale Abschluss­veranstaltung zur IJSO 2020

Von den rund 5.000 Teilnehmenden der diesjährigen Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) qualifizierten sich 40 für die Teilnahme am Bundesfinale. Aufgrund der besonderen Umstände durch das Coronavirus endete die diesjährige IJSO mit einer Premiere: Statt eines Bundesfinales trafen sich Teilnehmende, Eltern, die betreuenden Lehrkräfte und Verantwortliche des Wettbewerbs zu einer digitalen Abschlussveranstaltung. Mit Grußbotschaften von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, KMK-Präsidentin Dr. Stefanie Hubig und dem Moderator Ralph Caspers und gelang eine festliche Veranstaltung.

Normalerweise treffen sich die 40 besten Teilnehmenden der IJSO für das einwöchige Bundesfinale an einer Hochschule. Dort erwartet die Schülerinnen und Schüler ein intensives Programm aus Klausuren und Laborarbeit. Und natürlich ist das gegenseitige Kennenlernen, aus dem häufig auch gute Freundschaften entstehen, ebenfalls ein wichtiger Programmpunkt dieser Woche. Am Ende des Bundesfinales werden die sechs Teammitglieder des Deutschen Nationalteams gekürt. Aber in diesem besonderen Jahr findet weder das Bundesfinale statt, noch der internationale Wettbewerb in Frankfurt am Main.

Besondere Situationen erfordern bekanntlich besondere Maßnahmen. Und so organisierten die Verantwortlichen der IJSO erstmals eine rein digitale Abschlussveranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich daran interaktiv beteiligen, indem sie im Vorfeld kurze Videos einreichten oder während der Veranstaltung aktiv bei einem Quiz mitmachten. Im Vorfeld wurden Urkunden, Medaillen sowie kleine Präsente an die naturwissenschaftlichen Cracks verschickt. Als diese dann, teilweise im Kreis ihrer Familie, gemeinsam mit der ganzen Schulklasse oder im Freundeskreis, an der festlichen Abschlussveranstaltung teilnahmen, entstand trotz der notwendigen Distanz eine stimmungsvolle Atmosphäre. Dazu trugen auch die Grußbotschaften von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Stefanie Hubig, sowie der launige Gruß von Ralph Caspers bei, den viele aus „Wissen macht Ah!“ oder „Der Sendung mit der Maus kennen“. Sie alle ermunterten die Besten der diesjährigen IJSO, sich nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen und weiterhin so neugierig und interessiert zu bleiben.

Als wissenschaftlicher Beitrag kam während der Veranstaltung eine ehemalige Teilnehmerin der IJSO zu Wort. Anne van Klinken, die 2009 gemeinsam mit dem deutschen Nationalteam am Internationalen Wettbewerb in Aserbaidschan teilnahm, berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. Nach einem Physikstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert van Klinken mittlerweile an der Technischen Universität Eindhoven. Ihr großes Interesse für die Naturwissenschaften war für sie also nicht nur Berufung, sondern sie hat diese Leidenschaft auch zu ihrem Beruf gemacht.

Das neue Wettbewerbsjahr der IJSO startet am 01. November. Dann können sich Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Jahr maximal 15 Jahre alt sind, wieder für den Wettbewerb anmelden. Die neuen Aufgaben der 1. Runde beschäftigen sich unter dem Motto „Oh Schreck, ein Fleck!“ mit dem Thema Waschmittel und Fleckenentfernung.

Hintergrund IJSO

Die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) ist ein bundesweiter Schülerwettbewerb, der fächerübergreifend naturwissenschaftliche Nachwuchsförderung ab Klasse 5 bietet. Die Altersgrenze liegt bei 15 Jahren. Das nationale Auswahlverfahren, das vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel durchgeführt wird, erstreckt sich über vier Runden, von denen die vierte im Rahmen einer einwöchigen Veranstaltung auf Bundesebene stattfindet. Am Ende stellen die bundesweit sechs besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die deutsche Nationalmannschaft. Der internationale Wettbewerb besteht aus zwei theoretischen und einer praktischen Prüfung im Team und umfasst Aufgaben aus den Fachbereichen Biologie, Chemie und Physik. Das nationale Auswahlverfahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ansprechpartnerin:

Dr. Felicitas Niekiel (Wissenschaftliche Leiterin)

Telefon: +49 (0)431-880-7170

ZUR PRESSEMITTEILUNG

Grußwort von Ralph Caspers